Mit Eigensinn und Dialog zu mehr Nachhaltigkeit!

Das Innovationsforum 11 am diesjährigen SGES stand für amfori ganz im Fokus der Dienstleistungen für nachhaltigere Lieferketten. So präsentierten unter anderem:

  • Laura Tschümperlin vom BAFU die Wichtigkeit des «Umweltatlas Lieferketten Schweiz»  als Basiswerk, um Hotspots zu identifizieren der Wertschöpfungsketten von Schweizer Unternehmen und der öffentlichen Hand, die meist bis ins weite Ausland und dort den grössten Teil der Umwelt- und Sozialbelastungen verursacht. Der Atlas zeigt Anlaufstellen sowie Umsetzungsstandards, damit Unternehmen und öffentliche Hand ihre Wirkung erhöhen können. 
  • amforis Präsident Christian Ewert war wegen Covid-19 Einreisebeschränkungen für Belgien per Videocall zu Gast und hat die Wichtigkeit von Transparenz, Arbeitsbedingungen sowie einer guten Zusammenarbeit (und seine Freude über das neue Programm STS 2030 siehe unten) und die gemeinsame Abstimmung mit anderen Ländern hervorgehoben. 
  • Pierre Strub stellte vor, wie amfori Mitglieder auf der ganzen Welt dabei unterstützt ein möglichst einheitliches Vorgehen bei der Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Umweltleistungen anzuwenden.
  • Tobias Meier von ecos präsentierte das neue Programm Sustainable Textiles Switzerland 2030 (STS 2030). amfori, Swiss Textiles und Swiss Fair Trade starten nach 2-jähriger Vorarbeit das neue Programm Sustainable Textiles Switzerland 2030 (STS 2030) in Partnerschaft mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). Wir streben Zusammenarbeit auf alle Ebenen an und freuen uns auf Ihr Feedback. 
 
     

Pierre Strub und Klaus Hohenegger von Fair Wear Foundation haben eindrücklich gezeigt wie wichtig das Thema existenzsichernde Löhne (Living Wages) und gemeinsame Anstrengungen sind um Arbeitenden und ihre Familien zu helfen, dass sie ein menschenwürdiges Leben führen können.  

Unter der Leitung von Nina Bachmann, Leiterin Technologie und Umwelt von Swiss Textiles wurde mit Stakeholdern darüber diskutiert, wie es nachhaltige Wege aus der Krise geben kann. 

Andreas Frei von Zimmerli Textil AG, Christiane Hügelmann von Holy Fashion Group, Christian Robin von SECO und Pierre Strub strichen heraus: 

  • Schweizer Organisationen unterschiedlicher Branchen wollen ihre Verantwortung für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement wahrnehmen.
  • Hier mehr Einfluss zu nehmen ist die Ambition und wie das funktioniert wurde eindrücklich von den Firmen aufgezeigt.
  • Es braucht aber noch viel mehr Zusammenarbeit, klare Ziele und einen Kulturwandel im Markt, damit nachhaltigere Produkte und Produktion auch entsprechend gewertschätzt wird.

An diesem Nachmittag waren auch VertreterInnen von myclimate, Texaid, Swiss Fair Trade oder die Experten der Schweizer Textilfachschule anwesend. 

Die Zusammenarbeit mit Eigensinn und Dialog hatte daher einen guten Tag in Winterthur und man darf auf eine erfolgreiche Weiterführung hoffen.